So, jetzt haben wir ihn gefunden und befreit. Aber wie gedenkst du uns hier heraus zu bekommen?

Nachdem der Barbar dies gesagt hatte, sah er den Magier fragend an. Dieser zeigte auf das hinter ihm befindliche Abwasserrohr.

Der Barbar kletterte kurz entschlossen in das Abwasserrohr. Dies gefiehl dem Magier gar nicht. Durch diese Kloake sollte er mit seinem Mantel kriechen?

Aber mit einem Barbaren zu diskutieren wäre eh zwecklos, von daher folgten er und der von ihnen Befreite dem Barbaren in die dunkle stinkende Enge des Abwasserrohres.

Der Befreite nennt sich selbst Eric und war schon an schlimmeren Gegenden gewesen in seinem Leben. Aber lieber das hier, als im Kerker zu verhungern.

Nach einigen Biegungen kam der Barbar in einem großen Raum heraus. Am anderen Raumende befand sich zwischen zwei hohen goldenen Säulen ein aufgehängtes Skelett.

Da dies keinerlei Anzeichen machte ihn anzugreifen, ignorierte der Barbar es einfach und sah sich weiter um.

Als der Magier und Eric den Raum betraten, wunderten auch sie sich über das Skelett. Aber was noch interessanter war, wieso hatte der Raum keinen Eingang?

War der eventuell versteckt?

Ich habe mich schon umgesehen und nichts gefunden. Du brauchst erst gar nicht zu suchen sagte der Barbar.

Aber wer einen Barbaren schon einmal zugesehen hat wenn er was sucht, der weiß das dies ein hoffnungsloses Unterfangen ist. Der Gegenstand muss den Barbaren schon am Kopf treffen, damit er ihn findet. Und selbst dann ist es fraglich, ob er das überhaupt bemerkt.

Und siehe da, eine der Vertiefungen in der Wand war in Wirklichkeit eine versteckte Tür, welche in einen Gang führte.

Gerade als alle drei den Raum verlassen wollten, hörten sie ein spöttisches Kichern.

Machst du dich über mich Lustig weil ich die Tür nicht gefunden habe? sagte der Barbar und sah den Magier wütend an.

Und wieder war dieses Kichern zu hören. Es kam eindeutig aus dem Raum und nicht von einem aus ihrer Gruppe.

Woher kam nur dieses Kichern?

Als es ein drittes Mal zu hören war wußten sie woher es kam. Es kam von dem gehängten Skelett.

Mutig schritt der Barbar auf das Skelett zu.

Das Skelett dreht seinen Schädel dem Barbaren zu und sagt:

NA ENDLICH KOMMT EINER ZU MIR DER MEIN RÄTSEL LÖSEN WILL.
ICH DACHTE SCHON IHR VERSCHWINDET EINFACH WIEDER.
ABER BEI EINEM BARBAREN MIT DER WENIGEN INTELLIGENZ HÄTTE ICH MICH NICHT GEWUNDERT WENN ER DAS OFFENSICHTLICHE EINFACH ÜBERSEHEN HÄTTE.
LÖST MEIN RÄTSEL UND IHR WERDET REICH BELOHNT WERDEN.


WAS IST DAS:


TAGS ÜBER IST ES DA, NACHTS ABER NICHT.
DU SIEHST ES NICHT, ABER OHNE ES, SIEHST DU ÜBERHAUPT NICHTS.

Da Denken nicht seine Stärke war, zuckte der Barbar nur mit der Schulter und drehte dem Skelett den Rücken zu.

Es ist die Sonne sagte er im Weggehen.

In den Augen des Skeletts glom daraufhin ein Funke.

FÜR EINEN BARBAREN WAR DIES GAR NICHT MAL SO SCHLECHT.
ABER DIE ANTWORT IST NICHT GANZ KORREKT.

Der Magier überlegt kurz und antwortet dann:

Es ist das Licht!

Genau in diesem Moment fällt der Kopf des Skelettes herunter und der Raum erstrahlte in einem hellen Licht.

Überall erschienen Schätze und mittem im Raum steht eine große Truhe.

Der Kopf des Skeletts blieb direkt vor ihnen liegen und sagt:

UND HIER IST EURE BELOHNUNG...


EIN SCHATZ, ABER DER WERTVOLLSTE TEIL DAVON IST IN DIESER TRUHE DORT.


DAS PROBLEM IST... IHR MÜSST SIE ZUERST FANGEN.

Aber was ist das? Der Truhe wachsen dutzende kleiner Beinchen, sie streckt eine rote dicke Zunge aus der Lade, dreht sich um und rennt davon.

Der Barbar sieht der Truhe mit einem ungläubigen Blick nach.

Hat man sowas schon gesehen? Eine laufende Truhe, welche auch noch frech ist?

Er dreht sich zu den anderen beiden um und sagt:

Lass sie laufen. Sie kann genau so wenig hier raus wie wir. Wir werden uns später um sie kümmern.

Sie beschließem dem Gang hinter der Geheimtür zu folgen, welcher nach einigen Metern wieder vor einer Wand endet.

Auch hier handelt es sich wieder um eine Geheimtür, welche der Barbar entschlossen aufstößt.

In dem dahinter befindlichen Raum ist ein Pentagram auf den Boden gemalt, in welchem ein Gnom steht der in diesem Moment anfängt einen Zauberspruch zu sprechen.

Überall im Raum liegen Bücher herum und eines davon grinst die Gruppe böse an.

Ein Buch mit einem Gesicht?

Während die Gruppe sich noch wundert, beendet der Gnom seinen Zauberspruch und außerhalb des Pentagrams erscheint ein Blau leuchtender Kristall auf dem Boden.

Das Leuchten des Kristalls wird immer heller und mit einem Lichtblitz erscheint ein Skelettkrieger, welcher sofort die Gruppe angreift.

Der Magier und Eric flüchten in einen angrenzenden Gang. Aber genau in diesem Moment leuchtet der Kristall erneut auf und ein weiterer Skelettkrieger versperrt Eric den Weg und schlägt auf ihn ein.

Geschwächt wie Eric ist, kann er sich nicht schnell genug unter dem Hieb ducken und wird verwundet.

Das Buch lacht gemein.

Wie dumm ihr doch seid.. Lasst alle Hoffnung fahren! Euer Untergang ist nahe!

Zornig fährt der Barbar herum und schlägt dem Skelettkrieger seine Waffe in den Rücken, welches dadurch zu Boden geht und zerfällt.

Und wieder leuchtet der Kristall auf, aber diesmal nicht ganz so hell und kein neuer Skelettkrieger erscheint.

Der Gnom schaut die Gruppe böse an und beginnt einen neuen Zauberspruch zu wirken.

Und wieder lacht das Buch gemein.

Gebt doch einfach auf und Sterbt!

Man sollte einen Barbaren niemals verspotten.

Mit einem wütenden Aufschrei zertrümmert er das Skelett vor ihm, steckt dafür aber einen weiteren Treffer ein.

Wütend schreit er in Richtung Magier:

Verdammt Magier. Macht endlich was. Wenn ihr schon nicht mitkämpfen wollt, dann macht euch anderweitig nützlich und heilt meine Wunden.

Mit einem Schulterzucken beginnt der Magier einen Heilzauber auf den Barbaren zu sprechen.

Und wieder leuchtet der Kristall auf. Es werden immer mehr und mehr Skelettkrieger.

Seltsam denkt der Magier. Genau so war es auch vorhin im Kerkertrakt. Es kamen immer mehr und mehr Skelette.

Ob es dort auch so einen Kristall in dem Gang gibt? Wenn ja, wäre das eventuell eine Erklärung.

Das Buch lacht wieder.

HAHAHA... Ihr seid unfähig!

Der Barbar steht jetzt direkt vor dem Buch und hebt sein Schwert um es damit zu durchstossen.

Entsetzt schreit der Magier auf:

Nein! Warte! Ließ es! Vielleicht beinhaltet es eine Lösung für unser Problem.

Gerade als der Barbar das Buch aufschlagen will, sagt dieses:

Bäh. Bevor ich mich von einem Barbaren lesen lasse, erkläre ich euch was hier passiert. Ich bezweifle eh, dass ihr des Lesens mächtig seid.

Der Gnom hinter euch ist ein mittelmässiger Beschwörer. Der einzige Spruch den er halbwegs richtig kann ist der einen Dämonenkristall zu beschwören.

Zerstört den Kristall und die Skelettkrieger verschwinden. Bedenkt aber, dass der Gnom in seinem Pentagram jederzeit einen neuen Dämonenkristall beschwören kann.

Tötet ihr ihn, verschwinden auch die anderen Dämonenkristalle, welche er beschworen hat.

Entschlossen dreht sich der Barbar zu den Gnom um und beginnt auf diesen Einzuschlagen.

Er selbst weicht den Schlägen der Skelettkrieger mühelos aus und landet Treffer auf Treffer bei dem Gnom

Das Buch hatte wohl recht. Der Gnom war absolut wehrlos. Jeden Zauberspruch den der Gnom versuchte, ging schief.

Mit einem Lachen schlug der Barbar dem Gnom den Kopf ab.

In der Ferne hört man Explosionen.

Das Buch lacht gemein.

Ach ich hatte euch ganz vergessen zu sagen wie die Dämonenkristalle und die von ihnen erzeugten Skelettkrieger verschwinden...

Sie explodieren!

Entsetzt sieht sich der Barbar um und stellt fest, dass genau hinter ihm unzählige Skelettkrieger stehen.

In einer heftigen Explosion fliegt ihm erst der Kristall um die Ohren und dann die Skelettkrieger.

Er kann von Glück reden, dass er von der Explosion des direkt neben ihm stehenden Skelettkriegers von den Beinen geworfen wurde, sonst wäre er jetzt nur noch ein Haufen zerfetztes Fleisch.

Verletzt und Blutend schleppt er sich zu den anderen aus seiner Gruppe.

Der Magier beginnt sofort einen Heilzauber zu sprechen und die schlimmsten Verletzungen des Barbaren schließen sich.

Das war knapp denkt sich der Barbar. Aber das Buch hat es auch erwischt.

Dieses liegt zerfetzt über den Raum verstreut und wird nun niemanden mehr ärgern oder auslachen.

Die Gruppe folgt dem Gang und kommt durch eine weitere Geheimtür in der Nähe des Kerkertrakts heraus.

Müde und erschöpft wie sie sind, ignorieren sie alles was hier herum steht und gehen weiter.

Am Ende eines Ganges steht die Truhe und streckt ihnen wieder ihre dicke rote Zunge heraus.

Entschlossen den Frechheiten der Truhe ein Ende zu bereiten, eilt die Gruppe den Gang entlang.

Genau in dem Moment wo der Magier auf die mittlerste Gangplatte tritt, sackt der gesamte Gang nach unten weg und Lava quillt aus den Plattenzwischenräumen hervor.