Hier stehen sie jetzt, unsere beiden Heroen.

Ein einfacher Magier, der weniger wegen seiner Abenteuerlust hier ist, sondern eher wegen der Spielschulden die er hat. Er weiß das er dieses Abenteuer vielleicht nicht überleben wird, aber wenn er das Gold zum Bezahlen seiner Spielschulden nicht auftreiben kann, dann ist er sowieso tot.

Deshalb hat er sich einen Barbaren gesucht, den er mit dem Versprechen von großen Schätzen, einem Abenteuer und vielen starken Gegnern dazu gebracht hat ihm hierher zu folgen.

Wieso konnte er auch nur seine Finger nicht vom Glücksspiel lassen? Der Barbar schnaubte ungeduldig und blickte zu dem Magier.

Können wir jetzt endlich loslegen, oder willst du hier Wurzeln schlagen? Ich dachte da stehen nur Druiden drauf?

Nach einer kurzen Vorbereitung beschließt der Magier, dass es jetzt soweit ist. Viel länger kann er es nicht mehr heraus zögern.

Er gibt dem Barbaren ein Zeichen und beide gehen vorsichtig den Gang entlang.

Die Heroen hatten nach wenigen Schritten schon die erste Gegner vor sich. Zwei Skelettkrieger kamen auf sie zu.

So wie es abgesprochen war, blockiert der Barbar mit seiner massigen Gestalt den engen Gang, während der Magier sich im Hintergrund hielt.

Frisch und ausgeruht machte der Barbar kurzen Prozess mit den Skelettkriegern und ihre Knochen flogen nur so durch den Gang.

Kaum waren die Skelettkrieger erledigt brüstete sich der Barbar mit seinem Können:

Hah, ist das alles was die können?

Forsch schritt er aus und der Magier folgte ihm ohne zu Zögern.

Aber kaum hatten beide die Raummitte erreicht, als die Bodenplatte unter dem festen Schritt des Barbaren nach unten sackte.

Verwundert drehte er sich zu dem Magier um und sah, wie hinter ihnen der Durchgang mit einem schweren Fallgatter versperrt wurde.

Sie saßen in der Falle!

Der Barbar zuckte nur mit der Schulter. Soll sich doch der Magier später um dieses Problem kümmern. Ihm stand der Sinn nach weiterem Gemetzel.

Ungestüm wie ein Barbar nun einmal ist und absolut Lernresistent, bewegte er sich zügig durch den einzig offenen Durchgang in den dahinter liegenden Kerkertrakt.

Kaum dort, sahen ihn auch schon drei Skelettkrieger. Zwei kamen aus den Kerkerzellen auf ihn zu, während ein drittes aus einem höher gelegenen Gang tratt.

Der Magier schüttelte nur mit dem Kopf. So stark ein Barbar ist, so dumm ist er auch.

Die perfekte Tötungsmaschine. Dumm, folgt jedem Befehl, solange das Gold und Abenteuer lockt.

Für jedes Skelett was der Barbar zerstörte, kam immer wieder ein neues aus dem höher gelegenen Gang.

Aber ein Barbar zu sein bedeutete auch Gefallen an einem guten Gemetzel zu finden.

Seine Waffe saußte immer wieder herunter. Skelett um Skelett fiehl vor ihm zerschlagen zu Boden.

Wieso machte sich der Magier eigentlich nicht mal nützlich und tat was sinnvolles? Zum Beispiel ihm helfen?

Was macht der Magier da? Durchsucht der doch während des Gemetzels in aller Seelenruhe die herum stehenden Kisten.

Dieser fand nach einer Weile eine Werkzeugkiste, welche es ihm später eventuell ermöglichen würde eine Falle zu entschärfen.

Dem Magier wurde es langsam zu mulmig und er flüchtete sich in eine der Kerkerzellen, während der Barbar den Eingang dorthin blockierte.

Irgend wann würde der Barbar sterben und er kurze Zeit später. Verstand den der Kerl nicht, dass sie hier weg mussten. Raus aus der Sicht- und Hörweite der Skelettkrieger?

Skelettkrieger waren zwar gut als Wachen einzusetzen, aber sobald man nicht in ihre Sicht- und Hörweite kam, konnte man so ziemlich alles machen was man wollte. Außerdem waren sie ziemlich vergesslich.

Der Barbar steckt immer mehr Treffer ein und Blutet schon aus zahlreichen Wunden. Seine Schläge werden langsamer, aber noch immer kommen neue Skelettkrieger aus dem höher gelegenen Gang herunter.

Da reicht es dem Magier. Wütent schreit er den Barbaren an, ob dieser sich hier in Stücke schneiden lassen wolle, oder ob er nicht vielleicht lieber aus der Sicht- und Hörweite der Skelettkrieger gehen wolle.

Der Barbar schaut wütend über seine Schulter und sagt: Das hättest du mir auch ein paar Skelettkrieger früher sagen können..

Zusammen brechen Sie durch die Gegnerschar. Der Magier, welcher ein wenig Fußfaul ist verwendet den Spruch Rückenwind und ist so noch vor dem Krieger um eine Ecke verschwunden.

Ein Skelettkrieger ist ihnen gefolgt, welches aber von dem Barbaren mit einem lässigen Rückhandschlag in zwei Teile gespalten wird.

Erleichtert darüber das sie dieser Gegnerhorde entkommen sind, geht der Magier ohne nachzudenken um die nächste Ecke und steht in einem weiteren Kerkertrakt, mit nur einer Zelle.

Vor dieser Zelle steht ein einzelner Skelettkrieger, welcher ihn nur böse ansieht, aber seine Position nicht verlässt.

Scheinbar hat er die Anweisung erhalten, die Zelle zu bewachen. Und dies macht der Skelettkrieger auch. Unfähig was anderes zu tun.

Manchmal ist der blinde Gehorsam eines Skelettkriegers gleichzeitig auch seine größte Schwäche.

Der Barbar grinst als er um die Ecke kommt und geht zielstrebig auf den Skelettkrieger zu.

Ein neues Opfer für seine Klinge und dieses schien sogar nur auf ihn zu warten. Mit einem Aufschrei und einem schnellen Angriff wollte er diesen Skelettkrieger so wie den vorherigen einfach zerschmettern.

Aber das ging gründlich schief. Nicht nur das sein Angriff daneben ging, nein, der Skelettkrieger fügte ihm eine Verwundung zu.

Dies machte den Barbaren so wütend, dass das letzte was der Skelettkrieger sah das Gesicht des Barbaren war.

Das Schwert des Barbaren kam in so einem schnellen Schlag herum, dass die Reste vom Skelettkrieger quer durch den Raum verteilt wurden.

Der Magier duckte sich unter diesem Knochenhagel hinweg und entdeckte dabei, dass das Gitterstangen des Abwasserrohres in der Wand durchbrochen waren.

Ob es dahinter irgend wohin ging?

Der Barbar steckt immer mehr Treffer ein und Blutet schon aus zahlreichen Wunden. Seine Schläge werden langsamer, aber noch immer kommen neue Skelettkrieger aus dem höher gelegenen Gang herunter.
Da jetzt keinerlei Gegner mehr da sind, verschnauft der Barbar kurz und sieht in den einzigen Kerker in diesem Kerkertrakt.

Und genau dort liegt der Gesuchte auf einer harten Holzpritsche, mit einem Sack als Kopfkissen.

Er sieht total herunter gekommen und dem Tode nahe aus. Mit Hilfe ist von ihm nicht zu rechnen.

Da die Zelle keinerlei Tür erkennen läßt beschließt der Magier den Gefangenen mittels des Spruch Flaschengeist aus seiner Zelle zu befreien.

Somit wäre ein Teil ihres Auftrages erfüllt. Sie haben den Gesuchten gefunden, nur wie kommen Sie hier jetzt wieder raus?

Führt das Abwasserrohr vielleicht in die Freiheit?