Gestern Abend habe ich noch die Gegner im Dungeon "Der Tempel von Aargh" platziert.

Mein Sohn hatte so einiges an Gegnern vor sich.

Da es ein Testspiel war, habe ich die Regeln von HeroQuest verwendet, welche er schon kannte und mit ihm ausgemacht, dass seine Spielfigur immer nur das sieht, was in direkter Sichtlinie ist.

Sonst hätte ich alles wieder abbauen müssen.





Und hier das Bild für den Charakterbogen. Er hatte den Zwerg gewählt.

Mutig wagt sich sein Zwerg Zwargor in den Eingang der Höhle vor. Der große Totenschädel welche über diesen Wacht, macht ihm keine Angst.

Seit wann fürchten sich Zwerge vor Höhlen denkt er sich und geht weiter.

Kaum war er drinnen, stürmten auch schon die ersten Skelettkrieger auf ihn zu, welche er Zwergentypisch mit einem Achselzucken einfach zur Seite wischte.

Er trugt dabei aber leichte Verwundungen fort. Er würde doch nicht eingerostet sein?

Beim weiter gehen griff er immer wieder mal in eine der Kisten und holt dabei das eine ums andere Mal ein paar Goldmünzen hervor.

Es waren aber zu wenige um ihn reich zu machen. Er hatte jedenfalls jetzt ein Glitzern in den Augen, welche für Zwerge im Goldrausch typisch zu sein scheint.

Er sprang über die Stachelgrube, als wäre es ein leichtes für ihn, folgte dem Gang, bis er vor einem Gangstück stand, desen Boden glühend war.

Die Hitze war unerträglich und er wußte, würde er hier stehen bleiben, wäre das sein Ende.

Nach einem für einen Zwerg erstaunlichen Spurt, stand er wohlbehalten auf der anderen Seite und fand in einer der Kisten einen Heiltrank, welchen er gleich zu sich nahm.

Hinter einem kleinen Berg von Kisten fand er einen alten Gang, aber kurz bevor er dort hinein gehen wollte, sah er aus dem Augenwinkel noch ein paar weitere Kisten.

Da er so viel Glück beim Plündern der Kisten und Truhen gehabt hatte, konnte er seine Gier nicht unterdrücken und plünderte auch im nächsten Raum weiter.

Nur diesmal weckte er einen Skelettkrieger auf, welcher sich hinter ein paar Säcken nieder gelegt hatte.

Komplett überrascht, kassierte er ein paar Treffer, bevor er den Gegner mit einem unwilligen Grunzen in seine Einzelteile zerlegte.

Voller Wut über das Missgeschickt, zertrümmerte er die Skelettkrieger in den folgenden Räumen ohne groß Anzuhalten.

Ein Zwerg in Rage ist kein angenehmer Gegner.

Jetzt stand er vor einem tiefen Abgrund, welcher von einer kleinen Hängebrücke überspannt wurde.

Auf der anderen Seite standen zwei Skelettkrieger, welche ihn herausfordernd angrinsten.

Mit einem "ist das alles was ihr könnt", metzelte er diese nieder.

Kaum war er über den Abgrund hinweg, sprang er ohne zu stoppen die Stufen dahinter hoch.

Der Beholder welcher sich ihm in den Weg stellte (hier mit den Werten des Gargoyle) konnte ihm nicht lange wiederstehen.

Er stürmte einfach weiter, über die kaputte Hängebrücke, ignorierte die unter ihm brodelnde Lava, schubste die Truhe welche sich ihm in den Weg stellte einfach in die Lava um dann den dahinter befindlichen Gegenstand zu sehen.

Es war ein simples Buch.

Ein Buch? Hatte er sich bis hier durchgekämpft für ein Buch?

In dem Moment wo er das Buch aufnahm, erschütterte ein Beben den gesamten Berg und er hörte in weiter Ferne, wie ein Gang zusammen brach.

Als Zwerg kannte er diese Geräusche und er wußte, dass in dieser Richtung der Höhleneingang lag. Tja... ein Weg weniger zu gehen dachte er bei sich.

Voller Wut wollte er das Buch in die Lava werfen, aber dann fiehl im ein, dass dieses Buch nicht von ungefähr so stark bewacht gewesen wäre, wenn es unwichtig wäre.

In dem Buch befand sich nur ein Spruch. Ein Spruch um eine einzige Tür zu öffnen. Den war er erst einmal ausgesprochen, würde er aus dem Buch verschwinden.

Da fiehl im ein, dass er in einen Seitengang ein Gitter gesehen hatte, welches er nicht öffnen konnte.

Also schnell dort hin, den Spruch gesprochen, das Gitter verschwand und er konnte ihn den Raum dahinter eintreten.

Dort befand sich ein kleiner wuscheliger Zauberer, welche in einem Pentagram hockend vor sich hin murmelte. Ihn konnte er leider nicht angreifen, weil dieser sich hinter einem Schutzschild befand.

Jeden Versuch diesen zu knacken, klappte nicht. Der Zwerg geriet darüber so in Rage, dass er die Skelettwachen im Raum nieder metzelte, durch die einzige verbleibende Öffnung stürmt und auf der anderen Gangseite dann mit dem Kopf im wahrsten Sinne des Wortes durch eine Bronzetür rannte.

Seinen Schwung ausnutzend überrannte er die dahinter stehende Skelettwache um sich danach den anderen Skelettwachen zuwenden zu können.

Wütend knurrte er "aus dem Weg ihr Gerippe." Den hinter ihnen hatte er Berge von Gold, Silber und Münzen gesehen.

Ein Zwerg in Rage, mit nach Gold glitzernden Augen... Es gibt nicht viel, was sich in so einem Fall einem Zwerg in den Weg stellt und auch noch die Chance hat dies zu überleben.

Und so waren diese Skelettwachen auch schnell Geschichte.

Noch während ihre Gebeine durch den Raum polterten, stürzte sich der Zwerg schon auf die Schätze und stopfte sich die Taschen voll.

Gerade als er sich umdrehte um zu gehen, viel ihm ein goldener Totenschädel auf, welcher sich auf einem Podest befand.

Als er diesen vom Podest nahm, hörte er einen Schrei und ein lautes Zischen.

Was auch immer dies war... es betraf ihn nicht.

Auf dem Rückweg kam er wieder durch den Raum mit dem Zauberer. Nur diesmal war das Schutzschild weg.

Dies war also das Geräusch gewesen.

Der Zauberer schrie ihm Worte in einer ihm unbekannten Sprache entgegen, welche der Zwerg mit seiner Axt zu beantworten gedachte.

Nur diesmal hatte er sich verschätzt. Der Zauberer wich ihm laufend aus, dafür steckte der Zwerg Treffer um Treffer ein.

Ein Zwerg kennt zwar die Bedeutung des Wortes "Furcht" nicht, aber er weiß durchaus, wann man sich besser zurück ziehen sollte.

Mit raschem Schritt, Spötter sprechen hier von einer überhasteten Flucht, eilte er in Richtung Ausgang.

Da dieser aber verschüttet war, folgte er dem Gang, welchen er einige Zeit vorher, hinter Kisten entdeckt hatte.

Dabei war ihm der Zauberer immer auf den Fersen.

Im Gang angekommen, stellte sich ihm noch eine Skelettwache entgegen. Geschwächt wie er war, dauerte der Kampf lange und dabei kam ihm der Zauberer immer näher.

Mit einem verzweifelten Angriff, brach er durch die Deckung der Skelettwache und konnte sie überwältigen. Dabei steckte er einen letzten schweren Treffer ein.

Schwer verwundet und dem Tode näher als dem Leben, konnte er sich am Gangende durch eine bronzene Falltür retten, welche ihn schließlich aus der Reichweite des Zauberers brachte.

Noch war er dem Tempel von Aargh nicht entkommen, aber er konnte sich jetzt kurz ausruhen, seine Wunden verbinden und neue Kräfte schöpfen.

Von seinem kleinen Lagerfeuer aus, konnte er nicht weit sehen.

Wohin würde der Gang führen, würde er hier jemals Lebend heraus kommen und wieso zum Teufel war Gold nur so schwer?

Soviel zu diesem Abenteuer.

Meinem Sohn hat es sichtbar Spaß gemacht und er fiebert schon auf das nächste Abenteuer.

Schade, dass ich von einigen Sache vergessen habe Bilder zu machen. Beim nächsten mal versuche ich dran zu denken :)